Lugner und Handelsunternehmen sollen sich um Arbeitsbedingungen der Angestellten kümmern! „Die Aufregung von Herrn Baumeister Lugner darüber, dass in der Interio-Filiale im neuen Einkaufszentrum am Wiener Westbahnhof auch am Sonntag eingekauft werden kann, ist uns natürlich nicht entgangen. Wir empfehlen Herrn Lugner oder besser einem seiner Geschäftslokalmieter, gegen Interio ein Verfahren nach dem Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb (UWG) einzubringen. Das würde die Klärung seines Grundanliegens, mit dem man ja auch schon beim Verfassungsgerichtshof vorstellig geworden ist, wesentlich beschleunigen“, kommentiert der stv. Bundesgeschäftsführer der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp), Karl Proyer: „Wenn Herr Lugner eine Klage wegen unlauteren Wettbewerbs gegen Interio einbringt, könnte die Sonntagsöffnung von Interio am Westbahnhof binnen kurzer Zeit wieder vom Tisch sein, und Herrn Lugners Geschäftslokalmieter hätten eine Konkurrenz weniger vor der Haustür “.
Auch die GPA-djp bezweifelt übrigens die Angaben von Interio-Geschäftsführerin Frau Janet Kath, dass sie mit der Sonntagsöffnung am Wiener Westbahnhof keine Rechte verletze. „Wir prüfen diese Angelegenheit im Moment sehr genau und werden uns demnächst auch vor Ort ein umfassendes Bild machen“, kündigt Proyer an.
Die Position der GPA-djp zum Thema Sonntagsöffnung ist und bleibt unverändert, so Proyer abschließend: „Es gibt eine gültige, gemeinsam mit den Sozialpartnern im Wiener Handel erarbeitete Regelung. Wir vertrauen weiters auf unsere Vereinbarungen mit dem Land Wien und sehen nicht den geringsten Veränderungsbedarf. Herr Lugner soll sich gemeinsam mit seinen Handelsunternehmen lieber um die Arbeitsbedingungen der Angestellten vor Ort kümmern”.







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